Automatische Trinkanlage (automatic drinking)

Erfahrungsbericht:
Automatische Wasserversorgung bei Wellensittichen

von Florian Böck

                        

Bild 1 Wasserspender     Bild 2 Kanister zur Speisung der Anlage

Es wurde viel über die verschiedenen Methoden der Wasserverabreichung an unsere Wellensittiche geschrieben. Von offenen Schalen über Trinkröhrchen oder Tränken aus der Kaninchenzucht wurde berichtet. Die Aussagen zur Häufigkeit des Trinkwasserwechsels variieren von Züchter zu Züchter und auch die Reinigung der Röhrchen wird verschieden praktiziert. Manche Züchter verwenden hier die gängige Methodik der Flaschenbürste, andere wiederum bringen die Spülmaschine zum Einsatz. Trotz der differierenden Praxis der Wasserverabreichung an unsere Vögel bleibt im Resultat die Feststellung, dass es sich hierbei wohl um eine der unangenehmsten und zeitraubenden Tätigkeiten in unserem sonst so schönen Hobby handelt und die Wasserversorgung zudem eine der größten Risikofaktoren (weggefallene Röhrchen, ausgelaufenes Wasser, leere Röhrchen, Kotverschmutzung etc.) in unserem Hobby darstellt. Diese Probleme habe ich seit dem Zuchtjahr 2005 nicht mehr. Im Frühjahr habe ich mich entschlossen auf eine automatische Trinkanlage umzustellen und ich bin bis heute davon begeistert. Das Wechseln des Wassers nimmt seither nur noch 2 Minuten in Anspruch und ich kann mir sicher sein, dass meine Wellensittiche optimal mit sauberem Wasser versorgt sind. Die Gewöhnung der Vögel an das neue System habe ich in einer Zeit außerhalb des Zuchtbetriebes vorgenommen. Hierbei waren alle Vögel in Volieren untergebracht und ich versorgte sie parallel mit der gewohnten Tränke und einer Wasserflasche (Bild1) an der ein baugleicher Messingnippel (die Vögel trinken indem sie ein Metallstäbchen nach untern drücken) wie auch bei der automatischen Versorgung angebracht war. Vormittags entfernte ich nun für einige Stunden die gewohnte Tränke und es dauerte nicht lange bis einige Vögel die neue Methode entdeckten. Der Nachahmungseffekt tat sein übriges und so war es möglich die Vögel innerhalb weniger Tage auf das neue System umzustellen. Beim Einsetzen der Zuchtvögel in die Boxen gab es somit keine Probleme. Herkömmliche offene Wassertränken (egal ob Schalen oder Röhrchen) haben den Nachteil, dass sich unheimlich schnell Staub- und Schmutzpartikel im Wasser einfinden. Das führt dazu, dass das Wasser schon nach geringer Zeit gewechselt werden muss. Der Vorteil der automatischen Trinkanlage ist, dass das Wasser hier luftdicht und lichtdicht zum Vogel gelangt. Es besteht also keine Gefahr von bakterieller Verschmutzung oder Algenbildung und das Wasser gelangt vollkommen sauber zum Vogel. Nun zur Funktionsweise der Trinkanlage: Die Anlage wird über eine Kunststoffbox (Füllmenge variabel, bei mir 4 Liter) gespeist, an welche ein verschließbarer Anschluss angebracht ist (Bild 2). Von diesem Anschluss werden mittels eines Schlauches die verschiedenen Boxenreihen angefahren (Bild3), welche ebenfalls wieder einzeln abschaltbar sind, um bei nicht voller Besetzung der Boxen, die nicht benötigten Boxen von der Wasserversorgung abzuklemmen. Der Schlauch (ich habe ihn in einem Kabelschacht verlegt) läuft nun von Box zu Box und mithilfe eines T-Stücks (Bild 4) werden die einzelnen Trinknippel (Bild 5) an den Boxen angefahren. Am Ende einer jeden Boxenreihe ist ein Ablaufventil (Bild 6) angebracht um das Schlauchsystem ablassen oder reinigen zu können. Fazit: Die Umstellung auf die automatische Wasserversorgung hat mir die Arbeit in der Vogelzucht unheimlich erleichtert. Neben der Zeitersparnis habe ich die Sicherheit, dass die Vögel dauerhaft und ausreichend mit sauberem Wasser versorgt sind. Eine Verbesserung in jeglicher Hinsicht.

 

                                                             

Bild 3 Zulaufsystem zur Steuerung        Bild 4

                                                   

Bild 5 Messingnippel mit Halterung       Bild 6 Ablaufventile

 

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